Manipulationen und Montagen: die schöne Welt der Postkarten

Nächstes Poster Bitte Rollbalken zum senkrechten und ggf. waagerechten Verschieben benutzen!
Click on German texts to get English explanations!

Nächstes Poster Bitte Rollbalken zum waagerechten und senkrechten Verschieben benutzen!

Startseite mit Navigationsrahmen (unten)  Zurück 

Manipulationen und Montagen: die schöne Welt der Postkarten

Die Motive von Ansichtspostkarten gehören zu den wichtigsten Bildquellen Albersdorfs für die Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg. Allerdings ist nicht nur die Wahl der Motive einseitig, auch die den Karten zugrunde liegenden Aufnahmen wurden hemmungslos geschönt und verändert. Da es damals noch keine Farbfotos gab, griff man für etwas teurere Postkarten munter in den Farbtopf und kolorierte nach - ob es stimmte oder nicht. Humorvolle Montagen wie rechts und unten sind sofort erkennbar.

In der frühen Zeit der seit den 1890er Jahren populären Bildpostkarten durften diese bis 1905 nicht auf der Anschriftseite, sondern nur auf der anderen Seite beschrieben werden, so oben bei den (wohl nach Fotos) gezeichneten Kollagen, versendet 1900 und 1901.

Ein beliebtes Albersdorfer Postkartenmotiv um 1910-20 war das Bahnhofshotel, das nun (2006) u.a. das Museum beherbergt. Beide Postkarten verwenden das gleiche Foto: oben wenig verändert, aber durch Mond und künstlichen Himmel auf Nacht getrimmt, unten eingefärbt und in den Fenstern durch perlmuttglänzende Farbe verändert.

Beide Postkarten von der Grünentaler Hochbrücke (um 1905) gehen auf das gleiche Foto zurück, allerdings hat jemand stark nachgeholfen - nicht nur mit Farbe. Bei beiden Karten ist die eingemalte Eisenbahn auf der Brücke viel zu klein; mindestens eines der Schiffe und der Zeppelin sind hineinkopiert. Oben ist auch die Böschung umgearbeitet.

Museums-Startseite mit Navigationsrahmen (unten)  Aöza  Zurück © Volker Arnold, zuletzt geändert am: