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Sehr häufig, aber bei Sammlern weniger beliebt ist Holzmulm im Bernstein. Was davon noch einigermaßen erhalten und erkennbar ist, sind Späne von Nadelholz. Entsprechende Laubholzspäne sind mir in Baltischem (und Bitterfelder) Bernstein unbekannt! Da diese Späne fast immer auf Fraßtätigkeit holzzerstörender Insekten und vor allem deren Larven zurückgehen, sind diese mit dem hervorquellenden Harz ausgespülten Holzteilchen die wichtigsten und häufigsten Reste der Bernsteinbäume. |
| Rekonstruktionschema
des Bernsteinholzes, von mir verändert nach einer Vorlage für
Nadelholzaufbau von R. Wagenführ. Wuchsrichtung (Dickenwachstum) von
innen (links vorne) nach außen (rechts hinten). Dargestellt ist etwas
mehr als ein Jahreszuwachs.
Oben: Querschnitt mit Harzgang (gelb), Holzstrahl (braun). Das Frühholz mit breiten Längstracheiden ist hell, das Spätholz dunkler getönt. Links: Tangentialansicht mit Holzstrahlen, einer davon mit Harzgang. Braun: Holzstrahl-Speicherzellen, blau: Quertracheiden des Holzstrahls. Rechts: Radialansicht mit Holzstrahl aus Speicherzellen (braun) mit einfacher Tüpfelung sowie Quertracheiden (blau) mit kleinen Hoftüpfeln. Die Längstracheiden besitzen im Frühholz (heller) zahlreiche große runde Hoftüpfel. |
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Unter Nacktsamer werden Palmfarne, Gingko, Eiben, Lebensbäume, Zypressen, Mammutbäume und Nadelhölzer zusammengefaßt. Nacktsamerholz hat nicht wie Laubholz durchgehende Gefäße (Tracheen), sondern extrem lange Gefäßzellen (Längs-Tracheiden), die im Stamm senkrecht stehen und die neben Teilen der inneren Rinde für den Flüssigkeits- und Nährstoffstransport dienen, solange sie noch in der Nähe der Rinde liegen und noch nicht durch weiteres Holzwachstum Bestandteil des Kernholzes geworden sind. Der ganz überwiegende Teil des Nacktsamerholzes besteht aus Tracheiden. Sie sind mit ihren mehr oder weniger massiven Wänden zugleich für die Festigkeit des Holzes verantwortlich.
Quertracheiden bilden im allgemeinen die äußersten Zellen eines Holzstrahls. Sie sind tote Zellen wie Längstracheiden und haben dementsprechend ebenfalls (kleine) Hoftüpfel. Bei vielen Kiefern, aber nicht beim Bernsteinholz, haben die Quertracheiden auffällige Zackenmembranen. Bei Nacktsamerholz ohne Quertracheiden haben die Längstracheiden auch an ihren tangentialen Seiten gelegentlich Hoftüpfel, um die Flüssigkeitsregulation zwischen den verschiedenen Tracheidenringen zu ermöglichen
Holzstrahl-Speicherzellen sind lebende Zellen mit Plasma und Zellkern. Sie sind durch einfache Tüpfel, keine Hoftüpfel, miteinander und zu den Tracheiden vernetzt. Selbst im Bernstein erkennt man noch gelegentlich die dunklere, wohl durch die eingelagerten Speicherstoffe verursachte Färbung der Holzstrahl-Speicherzellen.
Es gibt senkrechte Harzgänge zwischen den Tracheiden und waagerechte in mehrschichtigen Holzstrahlen. Die Harzgänge sind von speziellen harzerzeugenden lebenden Zellen umgeben.
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