| Im großen Landessiegel
des Bauernfreistaates ist neben der "Landesheiligen" Maria rechts der hl.
Oswaldus dargestellt. Er wurde in das Siegel aufgenommen, weil die Dithmarscher
am Oswaldustag 1404 ein holsteinisches Angriffsheer in der Süderhamme
bei Heide vernichtend schlagen konnten, wobei Herzog Gerhard und viele
Adlige den Tod fanden.
Das heutige Wappen Dithmarschens (nach 1559) zeigt einen gepanzerten Reiter. |
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Seit der Errichtung des dänisch-holsteinischen Gesamtstaates 1460 wurden dessen Besitzansprüche für Dithmarschen bedrohlicher. Der dänische König Christian I., der gerade im März 1473 den Dithmarschen in einem Vertrag ihre Privilegien zugesichert hatte, besorgte sich im Mai bei Kaiser Friedrich III. einen Lehnsbrief über Dithmarschen und bekam damit das Land praktisch zugesprochen.
Die Dithmarscher verweigerten das kaiserliche Gebot der Huldigung an Christian, der zunächst von einer Gewaltaktion gegen das Land wegen äußerer Umstände und mangelnder Kriegsbereitschaft seiner Stände absehen mußte. Eine Dithmarscher Delegation unter Leitung des Meldorfer Bürgermeisters Jakob Polleke hatte sich inzwischen 1477 auf eine Romfahrt begeben, um sich erfolgreich eine Bestätigung der höchsten Instanz, des Papstes, zu holen, aus der hervorging, daß Dithmarschen zum Erzbistum Bremen gehörte und jeder, der die Landesführung an ihrer Amtsausübung hindere, mit Exkommunikation bestraft würde. Bis zu seinem Tode 1481 vermochte König Christian nicht, seinen Anspruch durchzusetzen.
Auch sein Nachfolger Johann wartete
mit Gewaltaktionen, bis sich Dithmarschen und Hamburg wegen eines blutigen
Vorfalls bei Otterndorf 1499 entzweit hatten.