17. 2. 1500: Machtverhältnisse und Folgen

Dithmarschen konnte in der Schlacht bei Hemmingstedt seine Freiheit noch einmal verteidigen. Der Sieg schwächte das dänische Großreich, das damals auch Norwegen und Schweden umfaßte, so daß sich einige Jahre später der schwedische Reichsverweser Sten Sture gegen Dänemark erheben konnte und damit die völlige Loslösung Schwedens einleitete. Der (vorübergehende) Erfolg der Kräfte der Selbstverwaltung gegen die aufkommende Macht der Fürsten stärkte noch einmal die Hansestädte, deren Macht ihren Höhepunkt längst überschritten hatte.
 
Die Machtverhältnisse um 1500. Gegen Dithmarschen stand der Dänische König, der nicht nur Herzog von Holstein war, sondern auch König von Schweden und Norwegen. Auch Adlige aus norddeutschen Fürstentümern beteiligten sich am Kampf gegen Dithmarschen. - 
Von den Hansestädten und dem formellen Landesherren, dem Erzbischof von Bremen, kam praktisch keine Hilfe.

Dithmarschen waren durch den Sieg in der Schlacht bei Hemmingstedt noch 59 weitere Jahre der staatlichen Unabhängigkeit vergönnt, bis das Land in der "Letzten Fehde" von den liierten Fürsten (dem dänischen König und seinen zwei Brüdern, Herzögen in Schleswig und Holstein) erobert und aufgeteilt wurde.
Nach dem Schlachtsieg bei Hemmingstedt wurde als Gelübde der Bau eines Nonnenklosters bei Hemmingstedt begonnen, mangels Zuspruch aber nicht vollendet. Statt dessen entstand in Lunden ein Franziskanerkloster.
 

1 Vorspiel: Der Belehnungsstreit 6 Junker Slentz und die Schwarze Garde
2 Die Eroberung von Meldorf 7 Die Helden der Dithmarscher
3 Das Heer, der Landweg und das Wasser 8 Nachruhm und Auswüchse
4 Wo lag die Schanze? 9 Der neue Infopavillon
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© Volker Arnold, zuletzt geändert am: