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Foto und Copyright des Originalfotos des Pfeils: Südtiroler Archäologiemuseum Bozen

Die Brennnessel: einst Faserpflanze, nun „Unkraut”
Die Fasern der Brennnessel eignen sich zum Zwirnen und Spinnen. Nesselreste sind sporadisch seit der Mittelsteinzeit, Nesselstoffe seit der Eisenzeit nachgewiesen und wurden noch bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts gefertigt. (Was heute unter dem Namen Nessel verkauft wird, ist billige Baumwolle.)
Während Brennnessel heute überall auf nährstoffreichen Böden häufig ist, war sie in urgeschichtlicher Zeit weitgehend auf das Umfeld des Menschen beschränkt und als Wildpflanze leicht zu ernten, ohne sie anbauen zu müssen.

Der Mann aus dem Eis, „Ötzi”, hatte die Befiederung seiner Pfeile mit Brennnesselfasern gebunden. Durch das aufgetragene Birkenpech sind die Fasern schwer erkennbar; die Befiederung ist kaum erhalten.

Gerottete und gereinigte Nesselfasern (hier von Boehmeria oder Ramie, einer asiatischen Nessel) sind sehr fein und weich und lassen sich verspinnen. Zurück

Beim Brechen der Stängel werden die Fasern zwischen der äußeren Haut und dem holzigen Innern frei.

Große Brennnessel (Urtica dioica)

Ungerottete und gerottete Brennnesselfasern und daraus gezwirnte Schnüre.

Gezwirnte Brennnesselschnüre sind sehr stabil und reißfest.

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