Entdeckungsreise im Norden mit der Maus
auf Dithmarschens ältester Karte von 1559
Chronologie der Eroberung Dithmarschens

Nach dem letzten gescheiterten Eroberungsversuch der "herrenlosen" Dithmarscher Bauernrepublik 1500 (Schlacht bei Hemmingstedt) dauerte es 59 Jahre, bis die Erben der damaligen Angreifer Dithmarschen nach einem dreiwöchigen Feldzug unterwarfen. Treibende Kraft war Graf Adolf von Schleswig und Holstein, der mit seinen Brüdern Johann dem Älteren und dem dänischen König Friedrich die Herrschaft über die Herzogtümer Schleswig und Holstein teilte. Adolf versuchte zunächst allein, einen Feldzug gegen Dithmarschen zu organisieren, mußte sich aber mit seinen Brüdern zusammenschließen, um schwere Familienkonflikte zu vermeiden. Schon bevor die Dithmarscher einen Fehdebrief, also eine Kriegserklärung, erhielten, hatten sie aufgerüstet und die wichtigen Verteidigungsbauten des Landes verstärkt bzw. neue bei Ostermoor, Brunsbüttel und am Hesel bei Meldorf (Mielebrücke) angelegt. Sie verfügten etwa über 7000 wehrhafte Männer und 100 Geschütze.
Die Angreifer konnten den erfahrenen Feldherren Johann Rantzau gewinnen, dessen Unternehmungen bisher stets siegreich gewesen waren.
Die Ereignisse von 1559 in Daten:

Bei der Kapitulation konnten sich die Dithmarscher durch geschickte Verhandlungen trotz der Unterwerfung noch eine Reihe Vorrechte (Privilegien) für ihr Land sichern wie Zollfreiheit, Freiheit vom Wehrdienst, Recht auf landeseigene Beamte mit Ausnahme des Landschreibers u.a.m. Trotz der Unterwerfung und der damit verbundenen Abgaben folgte eine ca. 80jährige Zeit des Wohlstandes.


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© Volker Arnold, zuletzt geändert am: