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Wann und wie entstanden die Nazca-Geoglyphen?
Die Geoglyphen sind weitgehend durch Wegnehmen, teils aber auch durch Anhäufung oder Reihung der oberflächlich liegenden Steine entstanden. Abgesehen von wenigen Ausgrabungsfunden aus Steinsetzungen sind sie bisher nur durch Scherben dort geopferter oder zerbrochener Keramik zu datieren.

So lange andere Datierungen noch weitestgehend ausstehen, werden dazu Stilmerkmale dort gefundener Scherben genutzt. Dazu ist es wichtig zu erkennen, ob die Scherben vor oder nach Errichtung der Geoglyphen in den Boden kamen.
Durch mehr oder weniger intensives Freiräumen von Steinen entstanden gut oder weniger gut erkennbare Linien.
Ein kaum erkennbarer Randwall (markiert) einer älteren Fläche wird von dem Randwall einer jüngeren Fläche gekreuzt.
So schmal können Linien sein (mit M. Reiche).
1500-800 v. Chr. Initial-Periode
800-550 v. Chr. frühes Paracas
550-370 v. Chr. mittleres Paracas
370-200 v. Chr. spätes Paracas
120 v.Chr.-90 n.Chr. Initial-Nazca
90-325 n.Chr. frühes Nazca
325-440 n. Chr. mittleres Nazca
440-620 n. Chr. spätes Nazca
620-1000 n. Chr. Wari (=Huari)
1000-1400 n. Chr. Ica / Chincha
1400-1532 n. Chr. Inca
Menschen
Spiralen etc.
Einlinientiere
Linien
Zickzack
schmale Trapeze
schmale Rechtecke
breite Flächen
Die zeitliche Einordnung der Geoglyphen kann nach den wenigen sicheren Datierungen und Abfolgen nur grob geschätzt werden.
Bei diesen zusammengesetzten Trapezoiden wurden die Steine sowohl freigeräumt wie auch zu Wällen und Streifen aufgeschichtet.
An einem oder beiden Enden von größeren Trapezoiden und Rechtecken stehen oft Steinplattformen, wo geopfert wurde. Man fand Töpfe, Muscheln und Speisen.
Bei der Ausgrabung zweier ’Steinhaufenaltäre’ am Ende eines Trapezes fand sich der Stumpf eines Holzpfahls, Bestandteil des Altarkomplexes.
Der vermutliche Einsatz von Fluchtstangen bei der Anlage der Geoglyphen ermöglichte es, diese geradlinig über Hügel und Berge zu leiten.
Hier sind die Steine beim unvollendeten Umbau zu Haufenreihen statt zu Randwällen zusammengetragen worden.
Hier wurde das Freiräumen der Flächen (markiert) nie vollendet.

Photo K. Lambers
geocities.com / Joachim Rozemeijer
morien-institute.org
volker.umpfenbach.de
nach K. Lambers
www.umdiewelt.ch
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