Geoglyphen selbst entdecken?

Die Chancen, bisher unbeachtete Geoglyphen auf den Google-Maps-Satellitenbildern selbst zu entdecken, sind gar nicht mal so schlecht. (Falls Ihnen z. B. die Japaner nicht voraus sind...)

Benutzen Sie anfangs die interaktive Karte als Start der eigenen Suche! Falls Sie mit dem Google-Maps-Karten nicht vertraut sind: oben links ist das Navigationsfeld für Nord, Ost, West und Süd sowie Fahren auf die Ausgangsposition (Mitte). Darunter ist die Einstelleiste für die Vergrößerung. Eine Vergrößerung auf die oberste Postion lassen die Satellitenbilder nicht zu. Bereits bei der nächsten Verkleinerung (2. Teilstrich von oben) sind andererseits manche feinen Linien nicht mehr sichtbar. Stellen Sie das Fenster für Google-Maps so groß wie möglich ein! Wenn Sie uns von einem Fund oder einer Fehlbestimmung unsererseits Mitteilung machen wollen, klicken Sie einfach die E-Mail-Funktion an, die die Lokalisierung speichert, und setzen Sie unsere Mailadresse ein (Kontakt). Allerdings: kleinere Strukturen wie die seltenen, aber berühmten figuralen Darstellungen und die Spiralen sind bei dieser Auflösung meistens nur unzureichend erkennbar. Von den älteren, wohl Paracaszeitlichen Bodenfiguren ist der bekannte Eulenmensch ein gerade noch erkennbares Beispiel.

Tipps: Jüngere Flurgrenzen in den Flussniederungen, gerade Fahrspuren u. ä. können Nazca-Linien sehr ähnlich sein. Im Bergland gibt es oft auch kurze, aber ganz geradlinige natürliche Erosionlinien. In den winderodierten Gebieten im Westen und Süden, wo die Geoglyphen ohnehin oft nur sehr schwach erkennbar sind, gibt es auch geradlinie Strukturen längs oder quer zur Hauptwindrichtung, die Geoglyphenlinien vortäuschen können. Auch ist Vorsicht geboten, wenn man längs einer vermeintlichen linearen Struktur die Schatten von Strommasten erkennt; in solchen Fällen dürfte die Spur vom Errichten und der Wartung der Freileitung stammen. – Bei der Entdeckungssuche wünsche ich viel Erfolg! – Koordinaten ermitteln

In diese verkleinerte (nicht interaktive) Karte sind Eintragungen aus einer älteren Geoglyphenkarte, die letztlich auf Maria Reiche zurückgeht, rot einkopiert. Deutlich wird, wie viele Neufunde vor allem westlich des Río Grande und südlich des Río Nazca dank der Satellitenbilder dazugekommen sind!

Obwohl hier die größte und bekannteste Konzentration vorliegt, sind Geoglyphen nicht auf diese Region Südamerikas beschränkt, wie nur ein Beispiel eines ca. 70 km nordwestlich beobachteten langgestreckten Trapezes zeigt, in dessen Nähe auch lineare Strukturen sichtbar sind. Zwei weitere dicht benachbarte, schwach erkennbare Beispiele (1 und 2) weiter unterhalb im Gebiet des Río Ica. Auch im chilenischen Teil der Atacama-Wüste sind zahlreiche (andersartige) Geoglyphen bekannt (Beispiel).

Koordinaten ermitteln: Für eine grobe Koordinatenermittlung schieben Sie den gewünschten Punkt möglichst genau in Bildmitte und betätigen dann die in GoogleMaps eingebaute Link-Funktion. Im Link-Code werden hinter "ll" (für latitude/longitude) die Koordinaten in Grad mit Dezimalstellen unter dem Kartendatum WGS84 angezeigt. Wer es genauer haben will, merke sich diese Werte, wechsele zu Google Earth (das vorher installiert sein muss) und navigiere dort zur gleichen Position. Als Hilfe dient die zu aktivierende Statusleiste, die die Koordinaten der Cursorpostion angezeigt; diese sind unter Optionen so einzustellen, dass sie Grad in Dezimalwerten anzeigen. Diese Werte können z. B. direkt in ein GPS eingegeben werden. Wie die Schnittstellen angrenzender Satellitenaufnahmen zeigen, muss mit Ungenauigkeiten um oder weniger als 50 m gerechnet werden. Bei Google Earth-Darstellungen fehlen übrigens die in der kontrastarmen Pampa durchaus störenden Copyright-Eindrucke der Goolge-Maps-Bilder! Sie erreichen ein möglichst verzerrungarmes Bild, wenn Sie den Höhenfaktor ("0.5 - 3") auf 0.0001 einstellen – gut, wenn man Bildschirmkopien zusammenfügen möchte.

Was man sonst an archäologischen Spuren auf den Satellitenbildern findet

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