"Nazcalinien": Die Geoglyphen von Nazca und Palpa, Peru (in English)


Für einen Archäologen, der noch nie in Peru war und sich bisher nicht mit amerikanischen Kulturen beschäftigt hat, mag es vermessen erscheinen, eine Darstellung zu diesem Thema ins Netz zu stellen. Spezialisten mögen mir Fehler und Vereinfachungen verzeihen.

Eine Festlegung auf eine bestimmte Deutung der Erscheinungen erwarten Sie von mir bitte nicht!

Zwischen der peruanischen Hauptstadt Lima, dem Titicacasee, dem Andengebirge und der Küste liegt eine flache bis hügelige Wüste, die von mehreren oasenartigen Flusstälern durchzogen wird. Die extrem trockene Steinwüste (Pampa) um die Städtchen Nazca und Palpa sind berühmt für die rätselhaften riesigen Zeichen und Zeichnungen, "Geoglyphen" genannt, die die Bewohner lange vor der Inkazeit auf Berghängen, Plateaus und vor allem in der Pampa schufen. Sie finden sich von 90 m Meereshöhe am unteren Río Grande bis zu 990 m Höhe auf Plateaus im Bergland, die meisten in fast ebener Pampa um 500 m Höhe. Gesamtverbreitung

Diese Riesenzeichnungen, -zeichen und -linien sind durch Wegräumen der farbig oxidierten oberen Steinschicht bzw. durch Aufreihen dieser Steine in Wällen entstanden. So geschaffene linare Strukturen können bis 12 km Länge erreichen, eine der Flächen ist 10¼ km lang! Dank der bei Google Maps ins Netz gestellten Satellitenbilder ist es nunmehr möglich, fast sämtliche größeren Geoglyphen selbst auf den Bildschirm zu bannen: Tausende von Strukturen, die in der Zeit zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. entstanden. Sehr hilfreich dazu ist meine interaktive Geoglyphenkarte. Sollten Sie mir entgangene Geoglyphen aufspüren, bin ich für Hinweise dankbar, ebenso für jede seriöse Insider-Anregung und Korrekturvorschläge (Kontakt).  Geoglyphenrundgang  Neu: 19 Ausstellungposter zum Thema!

Vorsicht: Die Suche kann zur Sucht ausarten! Allerdings sind "kleinere" Zeichnungen, so der ca. 30 m messende "Affe", nur teilweise in den Satellitenbildern zu orten und dort meist kaum erkennbar. Ebenso bleiben z. B. schmale Linien, die im Extremfall nur eine Handbreite messen, unsichtbar. – Koordinaten ermitteln

Keine Navigationsleiste unten? Bitte Nazca-Startseite anklicken!       Die erste publizierte aktuelle Gesamtverbreitung der Geoglyphen im Río Grande-Einzugsgebiet:

Diese Karte ist nicht vollständig, da die Erhaltungs- und Erkennbarkeitsbedingungen sehr unterschiedlich sind, und wird hin und wieder ergänzt. So lassen sich figurale Darstellungen nur zum kleineren Teil auf den Satellitenbildern erkennen und sind hier weggelassen. Lineare Elemente sind nicht immer sicher von neuzeitlichen Fahrspuren zu unterscheiden. Einzelne Elemente sind aus der Publikation von Karsten Lambers und dem Nazca-GIS der TZ Dresden übernommen, einge gehen auf persönliche Mitteilungen zurück.
Die Farben: braunorange Linien, hellblau/dunkelblau rechteckige Felder von weniger/mehr als 40 m Breite, hellrot/dunkelrot dreieckige oder trapezoide Elemente von weniger/mehr als 40 m größter Breite. Gelb ist eine alte Inkastraße eingetragen. Grün ist das (heute) beackerbare Land, blau die Flüsse, die nur zum Teil ganzjährig Wasser führen.

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