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...die Jagd: zwischen Tradition und ökologischen Erkenntnissen?
Das Recht zur Jagd im Riesewohld ging wie in ganz Dithmarschen nach der Eroberung 1559 auf den Landesherren über. Erst seit 1781 gibt es hier ein allgemeines Jagdrecht, das seit 1907 bei den angrenzenden Jagdgenossenschaften liegt. Dazu kommen im Wald derzeit vier Eigenjagden, die einen zusammenhängenden Mindestbesitz von je 75 Hektar erfordern.
Das Fehlen natürlicher Feinde und das spezielle Nahrungsangebot der Kulturlandschaft führten zu einer teils extremen Ausbreitung mancher Tierarten bei Zurückdrängung anderer. Die Jägerschaft beansprucht, eine wirksame Regulierung leisten zu können, die allerdings von Jägern und Naturschutzvertretern unterschiedlich bewertet wird.
Verhaftet in althergebrachten Traditionen und Feindbildern z. B. gegenüber dem "Raubzeug", gelingt es der Jagd momentan nicht, den stetig steigenden Rehwildbestand wirkungsvoll einzudämmen. Eine Bevorzugung von Trophäenböcken, "Hege", Wildfütterung und Absperrung von "Kinderstuben des Wildes" wirken diesem Ziel noch entgegen. Derzeit scheint es gerade älteren Jägern schwerzufallen, sich von Jagdpraktiken zu lösen, die anderen Kreisen unzeitgemäß erscheinen: z. B. die fragwürdige Jagd auf durchziehende Waldschnepfen oder die von Einzelnen ausgeübte Fallenjagd jenseits der gesetzlichen Zulässigkeit.

Jagdhütte im Bereich der Jagdgenossenschaft Sarzbüttel
Odderader Jägerschaft 1914 im Riesewohld vor einem als Hütte dienendem Waggon. Mitte: Waldbesitzer H. H. Böttger.
Ehemalige Jagdhütte in der Flur Riesewohld im Nordosten des Waldes
Verbiss durch Rehe lässt ohne Einzäunung kaum Jungwuchs zu: moderne Waldweide?
Die Jagdstrecke der Rehe in Schleswig-Holstein und Dithmarschen spiegelt die Bestandzahl. Dithmarschen: Werte relativ zu Schleswig-Holstein
Kastenfalle ohne vorgeschriebene Kennzeichnung
Fasanenfütterung
Reste zerfallener Jagdeinrichtungen werden nicht immer beseitigt.
Die Waldschnepfe, ein Wintergast und seltener Brutvogel, wird im Riesewohld immer noch bejagt. (F. Murr, aus: Sammlung naturkundlicher Tafeln)
Dachse und Füchse nutzen gerne sandige Kuppen nahe eines Baches für ihre umfangreichen Gangsysteme – gleich daneben ein Jagdansitz.
Füchse unterliegen besonderem Jagddruck und sind auch deshalb selten zu sehen.
Mobiler Hochstand an Lichtung

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