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...ein Schattendasein im Unterstand fristen: die Restlicht-Nutzer
Manche Gehölze können sich unter dem Schatten der Baumkronen behaupten. Vielfach "vegetieren" sie mehr oder weniger ohne nennenswerte Blüten- und Fruchtbildung dahin, bis absterbende Bäume, ein Sturm oder menschliche Eingriffe Licht bringen – ein reicher Fruchtansatz kann die Folge sein. Andere können sehr gut das wenige durch die Baumkronen dringende Licht ausnutzen bzw. wie die Hülse oder Stechpalme durch Ausbildung immergrüner Blätter auch das Licht des Winterhalbjahres für ihr Wachstum nutzen.

Die Hasel ist ein im lichteren Wald häufiger Strauch, der allerdings im Freien, z. B. in Knicks, am besten blüht und fruchtet. Seine auffälligen männlichen Blütenkätzchen stäuben bereits im Spätwinter. Die winzigen roten weiblichen Blüten sind unauffällig; aus ihnen entwickeln sich die für Mensch und Tier nahrhaften Nüsse. Haselstecken dienten früher für Flechtarbeiten und Flechtwände sowie für Pfeilschäfte.
Das über Vogelkot im Feuchtwald verbreitete Pfaffenhütchen fruchtet dort selten.
Viele Strauchgehölze wie der Schneeball, dessen Beeren gerne von Vögeln gefressen und deren Samen mit dem Kot ausgeschieden werden, fristen im Wald ein buchstäbliches Schattendasein und bilden fast nie Früchte.
Die Hülse oder Stechpalme, nach ihrem Gattungsnamen auch Ilex genannt, ist ein immergrüner Strauch der Wälder, der in Gebieten mit wintermildem, atlantischem Klima am besten gedeiht. Weiter nach Südosten wird er wegen der kälteren Winter seltener.
Die derben Blätter der Hülse sind in der Jugend und in Bodennähe stachelig, um sich – nicht ganz erfolgreich – gegen Verbiss zu schützen. Höher liegende Blätter an älteren Pflanzen sind dagegen meistens glattrandig, dazwischen gibt es alle denkbaren Übergangsformen.
Stechpalmengebüsch kann fast undurchdringlich sein.
Die Hülse oder Stechpalme (Ilex) grünt auch im Winter.
Die Hülse oder Stechpalme ist überall im Riesewohld zu finden und besonders im westlichen Teil recht häufig. In den Bereichen mit Nadelholzkulturen findet man seltener ausgewachsene Exemplare.
Die Beeren der Hülse werden gerne von Drosseln gefressen, ein wichtiges Winterfutter.

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