Dithmarschen auf Touren

GO5 Kanalküste und -kippe, Gieselautal und Grenze von Schafstedt bis Wennbüttel (1 Route, 19 km) Karte Zurück

WIRTSH: Start der Tour an der Gaststätte "Zur Hochbrücke" dicht westlich der Grünentaler Hochbrücke, knapp jenseits der historischen Dithmarscher Kreisgrenze (Einkehrmöglichkeit).
K13L
: Wir fahren ab GRZST2 den alten Grenzweg zwischen Dithmarschen und dem früheren Amt Hanerau, das im Kreis Rendsburg-Eckernförde aufgegangen ist. An der Ostseite des Weges steht bei jeder Biegung eine Stele aus gespaltenem Granit, wahrscheinlich kurz nach 1800 gesetzt, mit den eingemeißelten Zeichen SD für Süderdithmarschen und H für Hanerau, so auch bei GRZST3 – Rechts ein verbuschter Moorrest, das Meerstallsmoor. Abkürzungsmöglichkeit von K14 zu K20.
GRZST4
: Der nächste Grenzstein. Etwas weiter liegt rechts abseits unseres Weges ein Feldgehölz, das ein Moor, das Elendsmoor umkränzt (Zugang von Westen bei ELNMOR). Auf unserem weiteren Weg nahe der linken Seite Böschungen von Aufschüttungen vom Bau des Nordostseekanals.
GRZST5
: Der nächste Grenzstein wieder an einem Wegeknick. Etwas weiter bei BORNGZ ein kleinerer Grenzstein, laut eingemeißelter Aufschrift zwischen den Gemarkungen "Schaafstedt" auf Dithmarscher Seite und "Lütjen Bornholt" auf Hanerauer Seite. Hier Abkürzungsmöglichkeit zu K16.
681L
: Wir biegen nach links in einen Pfad in das Dickicht ein.
682HR
: Wir haben einen alten, früh und gut gemischt aufgeforsteten Teil der Kanalkippe erreicht und kommen noch vor 683L an dem kleinen reetgedeckten ehemaligen Forsthaus vorbei.
684L
: Ein Asphaltweg führt durch Aufforstungen über die Kanalkippe. Wenn wir ihn weiter nach Norden verfolgen würden, kämen wir zu einer Abgrabung aus dem Ende der 1980er Jahre, denn der Damm der nahen Autobahnbrücke ist teilweise mit hier gewonnenem Material aufgeschüttet worden.
K17HR
: Ein Zweigweg führt die Kanalböschung zum Randweg des Kanals (ab K18) hinunter.
GINSTR
: Hier ist die Kanalböschung so sandig, dass sich Ginster erfolgreich ausbreiten konnte.
K19
: Hier besteht die Möglichkeit, entweder wie vorgesehen unten auf dem Kanalrandweg zu bleiben oder halblinks einen Weg die Böschung hinauf zu wählen, um ab K20 auf der Kante der Hochfläche bis zu einem Parkplatz (K22) zu fahren. Hier kann man die Tour durch Abbiegen zum Startpunkt WIRTSH abkürzen oder bei ZUDENK zum Denkmal (BRDENK) für die alte Hochbrücke von 1895 aufsteigen, die 1988 durch den Neubau ersetzt wurde. Eine Weile, nachdem wir diesen dann unterquert haben, kann man wieder bei K24 zum Seitenweg herunter und ihn bei K27 erreichen.
GIESEL
: Hier wird die Gieselau eingeleitet, deren weiteres Bett im Kanal verschwindet.
K28L
: Wir sind in Sichtweite der Kanalfähre Fischerhütte und damit am nördlichen Ende des Durchstichs des Kanals durch die Altmoränengeest, die sich hier zum Eidertal herabsenkt. Wir verlassen den Kanalseitenweg und wählen einen Weg am Rand von Kippe und Spülfeldern zurück.
K35L
: Wir haben die hier stark flurbereinigte Geest gequert und Wennbüttel erreicht. Wer Lust auf einen abenteuerlichen Weg hat, sollte die Alternativroute (K35-WIRTSH) aktivieren (siehe unten).
WENB-L
: In Wennbüttel einige bemerkenswerte Bauernhäuser der Zeit um 1900.
123
: Rechts schöne Granitstelen als Hecktorpfähle. Links alter Bahndamm (1877-95), Wechselmöglichkeit zu Alternativroute (K35-WIRTSH) über ALBAHN zu 124, dort rechts (siehe unten).
121L
: Wir gelangen auf einen Weg am Westhang des neueren Bahndamms von 1895, der viel höher als der alte ist, da er zur Grünentaler Hochbrücke führt. Nach zweihundert Metern Durchlass der Gieselau unter uns und schöner Ausblick nach Westen auf den mäandrierenden Bach.
Ende der Tour bei ALTSTR, wo wir rechts nach kurzer Stecke den Startpunkt WIRTSH erreichen.
Route K35-WIRTSH
: Dicht hinter der Gieselaubrücke (K37) biegen wir bei K38R rechts einen unscheinbaren Pfad ein, der auf halber Höhe des Hangs einer älteren Kanalkippe verläuft und auf dem das Fahrrad geschoben werden muss. Der baumbestandene Hang stammt von einer älteren Kanalkippe. Schwierig wird es zwischen K38HR und K40, da der Pfad dort sehr schmal und rutschig ist.
126
: Hier wird aus dem Pfad wieder eine Wegspur. Rechts im Wiesengelände, unter normalen Bedingungen kaum erkennbar, die verschliffenen Reste einer hochmittelalterlichen Turmhügelburg, des Kuckwalls (KUKWAL). Wir wissen nichts über die Umstände der Errichtung und Zerstörung dieses ehemaligen Kleinadelssitzes direkt an der Gieselau, hier dem Grenzbach zu Dithmarschen. Im frühen 16. Jahrhundert fanden hier im "Niemandsland" auf dem längst wüst gefallenen Burgplatz regelmäßige Verhandlungen von Dithmarschern und Holsteinern zur Beilegung von Streitigkeiten statt.
124
: Wir können rechts einige Meter auf einen Bahndamm von 1877 einbiegen, der mit einer erneuerten Brücke (ALBAHN) über die Gieselau führt. Die Bahn wurde mit der Fertigstellung des Nord-Ostsee-Kanals 1895 nach Westen verlegt. Am Bach kann man im Winter oft eine rastende Wasseramsel beobachten. Rechts auf dem Hang zur Gieselau ein großer Grabhügel bronzezeitlichen Typs.
ZUDENK
: Aufstieg zum Brückendenkmal (BRDENK), siehe oben. Ende der Tour bei WIRTSH
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Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

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