Dithmarschen auf Touren

GS3 Geest und Moore rund um die Niederung des unteren Helmschenbachs (1 Route, 16 km) Karte  Zurück

GROSRA: Start der Tour im Zentrum von Großenrade (Einkehrmöglichkeit im Dorf). Gleich zu Anfang rechts ein ehemaliges Fachwerk-Bauernhaus, wohl frühes 19. Jahrhundert.
K71HL
: Die Straße setzt sich als Pfad fort, der sich oberhalb einer Kieskuhle schlängelt (dort Heiderest, der inzwischen stark mit Sträuchern überwachsen ist), das Umspannwerk in Quickborn umgeht und bei K72R die Hauptstraße erreicht.
K73L
: Die Hauptstraße führt über den Helmschenbach, der hier Quickborn und Brickeln trennt und weiter östlich (rechts) eine bis um 1900 bestehende Wassermühle betrieben hat. Reste des Damms sind in einiger Entfernung noch schwach erkennbar.
KULENB
: Etwas weiter auf der Höhe des Kuhlenberges ein stark zergrabener Grabhügel bronzezeitlichen Typs.
K76
: Der kurz vor dem ersten Weltkrieg entstandene Bahndamm, der zur 1920 fertig gestellten Hochdonner Kanalhochbrücke leitet, wird hier durch ein kurzes Viadukt unterbrochen, unter dem wir die Bahn gequert haben. Ein hübscher Pfad unten am Bahndamm bietet die Möglichkeit der Abkürzung unserer Tour direkt zu K87. Der Bahndamm ist inzwischen, einigermaßen unbeeinflusst vom Menschen, mit einem Eichenwald mit eingestreuten Birken und Weißdornen bewachsen.
AMTSVW
: Zentrum von Burg mit der Möglichkeit, den angrenzenden Holzmarkt mit der im Kern mittelalterlichen Kirche und einigen historischen Gebäuden zu besuchen, so das Haus Schnepel (reetgedecktes Bauernhaus des 18. Jahrhunderts) und die Apotheke.
BOKLBG
: Links führt eine Treppe zum gewaltigen Ringwall der Bökelnburg, in dessen Mitte man 1818 einen Friedhof anlegte. Wo das einzige Tor war, steht nun die Friedhofskapelle. Von dort lohnt ein Rundgang auf der Wallkrone. Die Burg wurde, nach den spärlichen Funden zu urteilen, im 9. oder 10. Jahrh. errichtet. Hierher verlegt die Sage den Tod des Grafen Rudolf von Stade 1144 durch eine List der Dithmarscher – Rudolf wird aber eine zeitgemäßere Turmhügelburg bevorzugt haben. Bei einem Slaweneinfall 1032 wurde die Burg, in die die Bewohner der Umgebung geflüchtet waren, vergeblich belagert. Sie war nicht nur als Fluchtburg angelegt worden, sondern diente auch der Kontrolle der von hier (ohne die heutigen Bäume) gut überblickbaren Burger Au. Diese war letztlich ein Zweig der von der Elbe her befahrbaren Stör und konnte somit Einfallsweg von Feinden sein. – Rechts gegenüber der Burg am Abhang eine gewaltige mehrhundertjährige Eibe, die zusammen mit der Schafstedter Eiche zu den ältesten Bäumen Dithmarschens zählt.
K81R
: Wir haben soeben den Helmschenbach überquert und das Helmsche Moor erreicht, das wir bis K85R zu drei Vierteln umrunden. Das Moor ist bereits seit langem abgebaut, dadurch tiefer gelegt und zu Grünland kultiviert. Die schlechte Tragfähigkeit des Untergrundes bedingt die starken Unebenheiten des Weges.
BURGHF:
Von hier lohnt eine Umrundung des ehemaligen Burger Hafens. Die jetzige reetumstandene Wasserfläche ist die ehemalige Einmündung der Burger Au in den Nord-Ostsee-Kanal. Das Gebäude ist das ehemalige Wärterhäuschen (1892) der einstigen Schleuse zwischen der Burger Au und dem Hafenbecken. Um 1950 wurde sie und ein Teil der Au zugeschüttet sowie das Hafenbecken vom Kanal durch einen Damm getrennt. Hier ein Histour-Infoschild.
K87
: Ehemals querten unser Weg und der benachbarte Helmschenbach hier nebeneinander unter einem Viadukt die Bahn. Vor einigen Jahrzehnten wurde das Viadukt zugeschüttet. Man errichtete statt dessen zwei übereinanderliegende Tunnel. Der untere führt den Bach und der obere den Weg durch den Bahndamm.
K88HR:
Der Weg führt durch das kultivierte und trockengelegte Großenrader Moor, aus dem immer wieder flache sandige Geestinseln herausragen. Ein Teil des Grünlandes wird nicht mehr genutzt und verbuscht zusehends.
K90:
Einige hundert Meter weiter ist rechts oben auf der Anhöhe der Rest eines überpflügten Grabhügels als leichte Erhöhung auf dem Rand eines Ackers erkennbar.
Ende der Tour bei K92, von wo es nur wenige hundert Meter bis zum Ausgangspunkt GROSRA ist. Auf halbem Weg rechts an der Straße ein wohlerhaltenes, außen teilweise umgebautes Fachwerkhaus, im Kern aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Das Fachhallenhaus ist längs aufgeschlossen; die Diele mit dem Ständerwerk ist erhalten und wird gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt (Privatbesitz).   Zurück



Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

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