Dithmarschen auf Touren

GS5 Klev, Burger Au, Kanal und Kudensee (1 Route, 18 km) Karte  Zurück

BURGFR: Start der Route am Burger Fährhaus (Einkehrmöglichkeit). Statt der vorgegebenen Strecke zur Brücke über die Burger Au können wir Route 2 aktivieren (S37-BURGAU) und so auf teilweise nassen Wegen einen Bogen nach Osten beschreiben. Vorsicht, nahe S38 zudringliche Hunde!
BURGAU
: Brücke über die Burger Au. Von hier aus veranstaltet die vor einigen Jahren gegründete Kudener Kahnschiffergilde Fahrten mit originalen Spreewaldkähnen bis kurz vor den Kudensee. Früher floss die Burger Au etwas weiter östlich mit der von Schafstedt kommenden Holstenau zur Wilsterau zusammen, einem Nebenflüsschen der Stör. Deswegen betrieb man in Burg früher Schifffahrt. Nach dem Bau des Kanals bestand dort bis in die 1930er Jahre der letzte Burger Hafen.
UNCLEV
: Ein möglicher Abstecher könnte in das teilweise malerische Zentrum von Burg sowie zum gewaltigen frühmittelalterlichen Ringwall der Bökelnburg führen (dann geradeaus). – Unser weiterer Weg führt links nach Südwesten bis Kuden ständig am Klev entlang, dem natürlichen Abhang der Geest zur Niederung der Burger Au, entstanden bereits im Eiszeitalter und in seinem Westteil vom wieder ansteigenden Meer der heutigen Nacheiszeit vor Jahrtausenden erneut "angenagt".
PARADS
: Hier im "Paradiestal" lag die frühere Buchholzer Wassermühle. Rechts der "Ramsberg".
K6
: Der Klev zeichnet sich durch seine kurzen, manchmal schluchtartigen Seitentäler aus, die im Laufe der letzten Eiszeit entstanden, wobei die Erosion durch den großen Höhenunterschied zwischen Hochfläche und damaligem, heute von Ablagerungen begrabenen Klevfuß besonders kräftig wirkte. Ein Teil dieser Täler ist heute trocken. (Abkürzungsmöglichkeit von hier über BUMORO und S43 zu K11 oder von S43 parallel zur Burger Au durch Buchholzermoor über BUMORW zu K10.)
STUBG1
: Beim durch Kiesabbau angegrabenen Stubbenberg ist die Geest besonders hoch (48 m).
EEMTF2:
Hier soll früher braunkohleartiger Torf der letzten Zwischeneiszeit abgebaut worden sein, die man nach einem niederländischen Flüsschen Eemzeit nennt.
KUDKLV
: In der Nähe ein Wasserwerk, das wegen hoher Nitratwerte im Wasser stillgelegt wurde. (Abkürzungsmöglichkeit über BUMORW zu K10, zu empfehlen bei nassen Bodenverhältnissen.)
541L
: Das Dorf Kuden (rechts) gruppiert sich anmutig um einen Einschnitt im Klev. Hier noch ein Bestand an Althäusern, so der Hof Wiese mit gewaltigem Reetdach und seitlicher alter Tür sowie ein Wohnhaus auf der Osteite der Hauptstraße mit alter Tür, beides Anfang 19. Jahrh. Aussichtsturm im Dorf auf der Klevhöhe bei KUDTRM an einem Wegeknick im Verlauf der Bergstraße.
S37HR
: Wir sind in die Kudenseeniederung abgebogen, etwa dort, wo noch im 19. Jahrh. das Nordufer des Kudensees war. Die tief liegende Niederung entstand vor Jahrtausenden durch Verlandung und Moorbildung im Schutze eines Fächers von Strandwällen, die sich durch die Wirkung des nacheiszeitlichen Meeres südöstlich vom heutigen St. Michaelisdonn bis über die Kanalfähre Averlak hinaus gebildet hatten. Der Kudensee hatte vor dem Bau des Nordostseekanals ein Vielfaches der heutigen Ausdehnung. Ein Teil verschwand direkt durch den Kanalbau, andere Teile durch Entwässerung oder wurden später mit ausgebaggertem Kanalschlamm verfüllt oder überspült. – Etwa 300 m links unseres Standortes liegen die völlig verschliffenen Reste eines hufeisenförmigen, zum ehemaligen See hin offenen Ringwalles von ca. 120 m Durchmessern. Bei Probegrabungen kamen Holzfundamente, die den praktisch verschwundenen Wall vor dem Einsinken bewahren sollten, sowie Pfahlreihen zu Tage. Die wenigen unscheinbaren Scherbenfunde erhellen nicht Sinn und Zweck dieser Anlage, zu der aus Richtung Kuden ein Brückensteg führte, der auf mehr als 120 Pfählen stand, die über 5 m tief in den Mooruntergrund eingerammt waren.
SETURM
: Aussichtsmöglichkeit über den Rest des Kudensees mit angepflanztem Windschutzgürtel aus Erlen (Naturschutzgebiet). Unter anderem rasten hier im Winter die seltenen Zwergschwäne.
FRIHAU
: Die neue den Kudensee umgehende Friedrichshöfer Au. – Der Weg ist hier oft schlammig.
K8L
: Das Land ist rechts etwas erhöht, da es vor Jahrzehnten mit Kanalschlamm überspült wurde. Bei sehr schlechten Wegverhältnissen sollte man über S41L und S42L zu PLTFRM fahren.
BUTKAN
: Brücke über den Bütteler Kanal, 1766/68 angelegt und vor dem Bau des Nordostseekanals bis zur Elbe führend. Er wurde nicht nur als Wasserstraße angelegt, sondern diente vor allem der Entwässerung der teilweise unter dem Meeresspiegel liegenden Gebiete.
K9L
: Wir biegen auf den Kanal-Seitenweg ein. Der Wasserspiegel des Kanals liegt hier meistens höher als die Landoberfläche der Umgebung, so dass der Kanal von bepflanzten breiten und flachen Anschüttungen aus Bagger- und Spülgut eingefasst wird.
Letzter Routenpunkt bei K12 (Parkplatz Kanalfähre) dicht an unserem Ausgangspunkt BURGFR.  
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Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

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