Dithmarschen auf Touren

KO6 Abstecher (vom Archäologischen Wanderweg Albersdorf) zum Kuckwall (zu Fuß, ggf. Zweirad) Zurück

Von HOLWEG aus bietet sich die Möglichkeit eines Abstechers zum Kuckwall (50 min.)
123R:
Hinter einer Öl-Pumpstation, rechts des Weges, biegen wir rechts auf den alten Bahndamm ein, der noch aus der Zeit vor dem Kanalbau stammt und auf einer jüngst erneuerten Bogenbrücke von 1878 die Gieselau überquert (BRUEKE). Die Geest an der nun erreichten Beldorfer Uferseite ist durch eine alte, längst baumbestandene Kanalkippe überschüttet. Hier, wo der Betonspurweg nach rechts abbiegt, nehmen wir gleich links einen verwachsenen Weg am Rand der Weiden (124L). Wo er sich verliert, lag zur linken Hand der Kuckwall (KUKWAL). Mit einiger Mühe kann man von der letzten Wieseneinfahrt einen verschliffenen Damm ausmachen, der auf die Gieselau zuführt und an dessem Ende eine rundliche Erhebung lag, die etwas unterhalb des dort sichtbaren Brückensteges lag und jetzt vom Bach z. T. beseitigt ist. Diese Erhebung war von einem Graben umgeben, der, wie das andere auch, praktisch nur noch bei guten Bedingungen aus der Luft erkennbar ist. An der anderen, der Dithmarscher, Gieselauseite scheint ein entsprechender Damm gelegen zu haben, der in einen Weg dicht an dem dort weithin sichtbaren Grabhügel auslief. (Wenn Sie die Weide unbedingt betreten wollen, dann nur, wenn das Gras kurz ist und dort keine Bullen grasen!)
Nach bisherigen Funden zu urteilen, ist der Kuckwall mittelalterlich. Weniger bekannt ist sein Zweck; vielleicht war es eine Art Grenzbefestigung oder aber Standort einer Wassermühle oder, das ist das wahrscheinlichste, einer kleinen Turmhügelburg. Scherbenfunde verweisen ihn ins Mittelalter. Urkundliches gibt es erst aus der frühesten Neuzeit, damals diente die bereits aufgelassene Stelle in der Zeit der Dithmarscher Bauernrepublik mehrfach als Schlichtungsort im "Niemandsland" für Streitigkeiten geringerer Bedeutung zwischen Dithmarschern und Holsteinern. – Um wieder zum Kernweg zu kommen, müssen wir an den Ausgangspunkt zurück (HOLWEG).

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