Dithmarschen auf Touren

GN3 Geest, Moore und einstige Heidegebiete im Nordosten Dithmarschens (23 + 3 km) Karte  Zurück

Teilroute 1 (von 2) APELDR-HLMOR1 – APELDR: Start am Gutshof Apeldör bzw. etwas östlich am Parkplatz (GOLFPK). Einkehrmöglichkeit. Der Weg führt (über GOLFPL, auf eigene Gefahr!) durch den Golfplatz an der Schutzhütte (SHUETT) vorbei an den Waldrand bei 685L. Beim Bau des Golfplatzes wurde flaches Ackerland, einst Heide, zu einer bewegten Kunstlandschaft modelliert.
685L
: Das im Kern alte Bauernwäldchen ist fast ganz mit Lärchen und Fichten aufgeforstet.
722
: Die Niederung links von uns diente früher als Wegsperre, um den Zuzug von Süden in die Nordergeest ("Norderhamme") zu kontrollieren. Von den Erdbefestigungen sind keine Reste mehr erhalten. Auf den Anhöhen rechts und links einige Grabhügel; links ein Grabhügel, in dem die berühmte goldene Sonnenscheibe von Glüsing gelegen haben soll (ältere Bronzezeit; Hügel nur von der Hauptstraße erreichbar, beim Ehrenmal). Die Anhöhe rechts südöstlich unseres Standpunktes heißt nach den einst vielen Grabhügeln Glüsingerbergen; durch Kiesabbau ist heute der größte Teil der Anhöhe und der Grabhügel beseitigt. Statt über die Glüsinger Dorfstraße und 750R ist auch ein hübscherer Weg über 429R zu 755L möglich, führt aber an einem Hof mit freilaufendem Hund vorbei.
766HL
: Die Geesthöhe "Viertel" ist durch Kiesabbau zu weiten Teilen abgetragen. Dabei fanden sich Siedlungsfunde der vorrömischen Eisenzeit. Wer Lust auf einen teils abenteuerlichen Fußweg hat, kann hier einen Rundweg durch das sog. Delver Südermoor machen, Vorraussetzung ist festes Schuhwerk: Route 6 DMOR-1–DMOR4R aktivieren. Von DMOR2R an geht es auf einem schlängeligen Weg durchs Moor, der sich kurz vor DMOR3R in einen mitunter recht zugewachsenen Fußpfad verwandelt. Gerade das letzte Stück vor DMOR4R ist oft schwierig und für Fahrräder völlig ungeeignet; von dort aus beginnt wieder eine Fahrspur. An offeneren Stellen des Hochmoors Gagelstrauch und vereinzelt die im August gelb blühende Ährenlilie, die nur an schwer begehbaren nassen Stellen zu finden ist. Bitte nach dem Rundweg die vorherige Route wieder aktivieren und 771HL ansteuern!
855L
: Fachwerkhaus am Rande Delves, leider durch Totalerneuerung der Wände "totrestauriert".
857L
: Der magere Sandboden der ehemaligen Sandgrube am Altenkamp war früher für seinen Reichtum an besonderen Pflanzen bekannt. Durch die zunehmende Verbuschung ist diese Vegetation fast völlig verschwunden.
859L
: Wir sind am Südende des Hollingstedter Moores, trotz Abtorfung eines der besterhaltenen Moorgebiete der Region, das allerdings in seinem fast baumfreien Kernteil glücklicherweise nahezu unbetretbar und auch nicht ungefährlich ist. Aber auch hier am äußersten Südrand kann man gelegentlich in den wieder zugewachsenen Torfstichen Torfmoose, Ährenlilie und Sonnentauarten antreffen. Überall hat sich der würzig riechende Gagelstrauch ausgebreitet.
HLMOR1:
Ende der Route und Start der zweiten Teilroute (14: HLMOR2-APELDR)
886L
: Wir haben den Südrand des Moores verlassen und bewegen uns wieder auf die hier sanft ansteigende Geest zu. Die Route bleibt zunächst nahe des Geestrandes zur Eiderniederung.
890R
: Südlich in Sichtweite der Krusenbusch, überwiegend feuchter, kaum genutzter Laubwald.
SUENST
: Unmittelbar am westlichen Fahrbahnrand der Sühnestein von Pferdekrug (1630) mit nur teilweise deutbarer Inschrift. Es handelt sich um einen der vier erhaltenen Sühnesteine Dithmarschens, dere auf einen hier geschehenen Totschlag bzw. Mord hinweist. Zurück zu ZUSUEN.
965R
: Unser Weg folgt ein Stück der früheren Trasse der ehemaligen Kleinbahn Norderdithmarschen, die auf ihrem Nordring auch Hennstedt durchfuhr. Der ehemalige Bahnhof ist am Ostrand des Dorfes noch erhalten.
968R
: Rechts das "Doktorhaus", ein ehemaliges Bauernhaus aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert (später verändert), das seit über einem Jahrhundert Wohnhaus und Praxis einer Arztfamilie ist (historische Praxiseinrichtung im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf).
969L
: Vor uns die Hennstedter Kirche, im Kern aus dem 12./13. Jahrhundert, in gotischer Zeit nach Osten um einen eingewölbten Chor erweitert und in der Neuzeit nach Westen verlängert. Bedeutende, einheitlich wirkende Innenausstattung, überwiegend aus der frühen Neuzeit. Zu den Seltenheiten gehört das Taufbecken wegen des erhaltenen Taufgitters, das das Becken umgibt.
972L
: Der erste Teil des Weges verläuft wieder auf der Kleinbahntrasse.
976R
: Unser Weg ist der alte Landweg von Hennstedt nach Hollingstedt und Delve.
979HR
: Der Weg führt genau auf Apeldör, Ausgang und Ziel unserer Tour, zu (APELDR). Zum Parkplatz müssen wir uns an der Hauptstraße ein kleines Stück links halten.   Zurück



Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

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