Dithmarschen auf Touren

GS2 Marsch, Wurten, Köge und Elbufer zwischen Brunsbüttel und Marne (2 Routen, 35 km) Karte  Zurück

Teilroute 1 JACOBU-DBRUCH – JACOBU: Kern des 1674 hierher verlegten Dorfes mit Kirche St. Jacobus sowie älteren Häusern vor allem am Westteil des Kirchplatzes. Die Kirche wurde unter Verwendung der Ziegel der alten Kirche erbaut, die zusammen mit dem Ort aufgegeben werden musste, weil die Elbe ihr Ufer nach Norden verlagerte. Alt-Brunsbüttel (heute unschön Brunsbüttel-Ort) ist Teil der Stadt Brunsbüttel, deren Zentrum das erst mit dem Kanal aufgestiegene Brunsbüttelkoog ist.
301L
: Wir verlassen Brunsbüttel nach Norden; Kreuzung über die B5 für Kraftfahrzeuge gesperrt.
302HL
: Westerbelmhusen ist eines der unregelmäßigen lockeren Reihendörfer der Südermarsch, typisch für die Kultivierung und Aufsiedlung der rückwärtigen Marschen im Hochmittelalter, die durch die Bedeichung um 1100 erst möglich wurde. Bei 305L große Eibe vor einem Hof.
AUBUTL
: Wir haben den Bereich der Reihendörfer nach Westen verlassen und sind auf dem Marschstreifen längs des ältesten Deiches (etwa B5) angelangt. Dessen Dorfwurten wie Auenbüttel vor uns entstanden schon Jahrhunderte vor der Bedeichung, teilweise sogar schon in den ersten Jahrzehnten nach Christi. – Die auffallende Pagode vor einem Haus hat weltanschauliche Gründe.
OMENGH
: Auch Ostermenghusen ist eine geschlossene Dorfwurt aus der Zeit vor der Bedeichung.
VETBTL
: Vor uns eine Erhöhung mit noch einer Hofstelle, die ehemalige Dorfwurt Vettenbüttel.
FARSTD
: Rechts von uns die völlig bebaute Dorfwurt von Fahrstedt. Hier sind Funde des Frühmittelalters und der nachchristlichen Eisenzeit nachgewiesen; die archäologische Erforschung der Wurten hatte hier im 19. Jahrhundert durch den Marner Arzt Dr. Hartmann ihre Anfänge.
MULHFF
: Brunnen zum Andenken an den Marner Karl Müllenhoff, dem Bewahrer der Sagen und Märchen Schleswig-Holsteins. Der Brunnen (1934) zeigt einen Reigen bemalter Figuren mit Dithmarscher Tracht, die um den stilisierten Süderheistedter Wunderbaum mit dem Elsternnest tanzen.
MRATHS
: Das Rathaus von 1916 und die Kirche von Marne stehen mitten auf der alten Dorfwurt, von der aus die heutige Stadt im 19. und 20. Jahrhundert ihren Ausgang nahm. Von dem der Wurt vorgelagerten ältesten Deich ist hier nichts mehr zu erkennen. Die neugotische Kirche besitzt noch Teile der Ausstattung des kleineren mittelalterlichen Vorgängers. – Falls das Rathaus, dessen Durchgang wir nehmen, geöffnet ist, können wir einige historische Möbel und Truhen auf den Fluren und im Treppenhaus bewundern. Auch lohnt ein Abstecher zum Skatklubmuseum (SKATKL).
315
: Vom Omnibusbahnhof (ZOB) aus nehmen wir einen Weg durch eine Anlage, den Stöfen-Park, längs eines Wasserlaufes. Alternativ ist eine Umgehung über PRKUM1 zu PRKUM2 möglich.
319L
: Wir verfolgen von dieser Stelle aus Marnerdeich, dessen Häuser auf der Linie eines Deiches von 1581 stehen. Hier im Norden dieses Kooges wurde bei der Sturmflut 1717 der Deich derart zerstört, dass keine Wiederherstellung erfolgte, sondern statt dessen 1718 ein schmaler Koog mit einem neuen Deich errichtet wurde, der Sophienkoog. Die hier bei den Deichbrüchen entstandenen Wehlen sind teils zugeschüttet, teils mit Schilf bestanden (rechts, westlich).
DBRUCH:
Ende der Route und Start der zweiten Teilroute (2: MADEIC-JACOBU).
322R
: Wir verlassen die Deichlinie von 1581 und fahren auf der Grenze zwischen Sophienkoog im Norden und Marner Neuenkoog (1608) im Süden nach Westen und erreichen bei 323 den Südteil des 1787 eingedeichten Kronprinzenkooges. Dort rechts eine von Marne hierher versetzte Mühle.
KWDEIC
: Hinter dem einstigen Außendeich von 1787 beginnt der Kaiser-Wilhelm-Koog (1873), wo sich bei KWKOOG ein Abstecher zum Wind-Infozentrum (WINDZN) lohnt (April-Sept. tägl. 10-17).
NFKOOG
: Im Neufelder Koog von 1924 Bebauung im Sinne der "Heimatschutz"-Architektur.
NEUHA
F: Der Neufelder Hafen entstand im Winkel zwischen dem noch im Mittelalter eingedeichten Westerkoog zum Marner Neuenkoog von 1608. Einkehrmöglichkeit.
328R
: Weg außendeichs bis 331L; alternativ über NFDUMG innendeichs zu GLUWIN.
GLUWIN
: Kate "Glück im Winkel", frühes 19. Jahrh., einst bekannte Schankwirtschaft mit Laden.
NORDHU
: Der Nordhuser Löwenhof mit steinernem Löwen über dem Portal und Fachwerkgiebel nach Osten ist wohl das schönste und besterhaltene ältere Bauernhaus Dithmarschens (Kern 1740).
333R
: Eindrucksvoll der östliche der drei Höfe Mühlenstraßens von 1805 mit beachtlichem Baumbestand, darunter einer Gelben Pavie, einer nordamerikanischen Kastanienart.
335HL
: Rückfahrt nach Brunsbüttel innen am Deich, alternativ an der Elbseite des Deiches.
Ende der Tour am Brunsbütteler Kirchplatz bei JACOBU, in der Nähe Einkehrmöglichkeiten.   Zurück



Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

Zurück  © Volker Arnold, zuletzt geändert am: