Dithmarschen auf Touren

GW1 Marsch, Küste, Köge, Deiche und Wurten um Büsum und Wesselburen (42 km) Karte  Zurück

Teilroute 1 (von 3) WSBANH-BUDEI1 – WSBANH: Südlich, gegenüber des Bahnhofes, der große Komplex der einstigen Zuckerfabrik (1869 - 1908), später Sauerkrautfabrik (bis 1995). Die alten Fabrikgebäude werden nunmehr für gewerbliche Zwecke, Sonderveranstaltungen und Events benutzt.
352L
: Gegenüber verlassene mittelalterliche Dorfwurt aus der Zeit vor der Bedeichung.
HASBTL
: Die Anfänge der hohen Dorfwurt Hassenbüttel liegen nach Ausgrabungen im 8. Jahrh. n. Chr. – Hassenbüttel liegt am Ostrand des damals ohne Bedeichung nutzbaren Marschstreifens.
WSDEIC
: Wesselburener Deichhausen ist eine kleine Dorfwurt, die dichter an der damaligen Küste entstand als Hassenbüttel. Links älteres Hofgebäude mit alten Bäumen, so einer großen Blutbuche.
362HL
: Wir queren den ältesten Deich, der hier bis zur Eindeichung des Friedrichsgabekooges 1714 Außendeich war, und nehmen den Hauptweg durch den Koog.
WASMER
: Rechts der Wasmerhof, gegründet durch Johann Jacob v. Wasmer, der maßgeblich die Eindeichung des Friedrichsgabekooges betrieb, aber später mit seinen Unternehmungen in Konkurs ging. Am Wasmerhof zwei gewaltige Graupappeln. Hofgebäude nicht mehr ursprünglich.
FRWEL1
: Der noch neue Außendeich des Friedrichsgabekooges brach mehrfach bei Sturmfluten, wovon halbbogenförmige Deichausbesserungen und Wehlen (ehemalige Strudellöcher) zeugen.
FRWEL2
: Hier an der zweiten Wehle wird der Weg bis WRWORT etwas abenteuerlich. Notfalls zurück zur Hauptstraße und von dort nach links über KRETJN direkt nach WRWORT.
WRWORT
: In Warwerort war bis zur Eindeichung des Speicherkooges ein kleiner Hafen. Wir haben hinter dem Sielbauwerk Boden der einstigen Insel Büsum betreten, die nach 1585 landfest wurde.
366R
: Unser Weg verläuft etwa im Zuge des nicht mehr erkennbaren ältesten Norddeiches der Insel Büsum, die im Laufe ihrer Geschichte ständig im Süden Land verlor, während im Norden neues anwuchs. So ging auch das Dorf Werwen verloren, nach dem Warwerort seinen Namen hat.
BUDEI1:
Bauernhofcafé. Ende der Route und Start der zweiten Teilroute (2: BUDEIC-STNTEK).
BUDEIC
: Auch wenn heute kaum noch ein historischer Kern erkennbar ist, ist Büsumer Deichhausen neben Büsum selbst das einzige Wurtdorf der ehemaligen Insel.
ALFRID
: Alter Büsumer Friedhof, 1842 von der Kirche hierher verlegt, mit einem Ehrenmal für dänische Marinesoldaten, die bei einem Seegefecht gegen Engländer 1813 vor Büsum starben.
BUKIRC
: Die mittelalterliche Büsumer Kirche aus dem 15. Jahrh. kennzeichnet den Kern des Ortes Büsum, der sich vor der Verlegung der Kirche hierher Norddorf nannte und auf einer Dorfwurt errichtet ist. Die im Chor gewölbte Kirche enthält eine sehr sehenswerte historische Innenausstattung. Gleich gegenüber das Rathaus von 1914/1915 des Kieler Architekten Carl Mannhardt.
381
: Das historische Gebäude der "Alten Post" beherbergt einen renommierten Gasthof.
382R
: Wir fahren mehrere Kilometer am Außendeich entlang, den wir aber erst außerhalb von Büsum ohne Gebührenentrichtung besteigen können. Einige hundert Meter landeinwärts Reste des alten Büsumer Norddeiches, des "Schweinedeiches" (SWNDEI); Erläuterungstafel.
387L
: Ein Abstecher führt durch einen ehemaligen Sommerkoog, der erst 1972 winterfest eingedeicht wurde, bis zum Südrand des Hedwigen-Westerkooges von 1939 (HEDWES).
HEDWEL
: Wir haben an einer alten Deichbruchstelle mit Wehle (1717/21) den Außendeich des Hedwigenkooges von 1696 erreicht und verfolgen ihn nach Süden.
STNTEK:
Ortschaft Stinteck in einem kleinen, an die bereits landfeste Insel 1611 angedeichten Koog. Ende der Route und Start der dritten Teilroute (3: WESWEL-WSBANH)
WESWEL
: Deichbruchstelle mit Wehle im alten Büsumer Norddeich (1577), an dem sich die Deichsiedlung Westerdeichstrich erstreckt (WEDEIC). In der Nähe weitere Deichbruchstellen mit Wehlen.
WSDMUL
: Windmühle Westerdeichstrich von 1845, seit 1972 zu Hotel und Restaurant umgebaut. 400L: Wir kommen in den 1696 eingedeichten Hedwigenkoog. Ihn durchfließt der Wartstrom, den wir ab 403 ein Stück begleiten, einst der Priel, der Büsum vom Festland trennte.
405L
: Mit dem Außendeich des "Alten Feldes" (15. Jh.) ist der Rand des Hedwigenkooges erreicht.
HELWEL
: Abstecher zu einer Deichbruchstelle von 1634 mit Wehle im Heringsander Koog von 1601.
410R
: Kurzer Abstecher zum ältesten Seedeich, bei ALDEIC noch hinreichend erkennbar. Er wurde hier seit dem 15. Jahrhundert (Eindeichung des "Alten Feldes") nicht mehr erhöht.
413L
: Links die Dorfwurt Süderdeich, die im Kern älter ist als die erste Bedeichung.
416LR
: Links eine den Rahmen sprengende Jugendstilvilla, das sog. Schlösschen.
WSMRKT
: Wesselburen ist auf einer der markantesten Dorfwurten Dithmarschens errichtet. Zentrum des 1736 fast ganz abgebrannten Ortes ist die Kirche, deren Turm und Chor noch romanisch sind, vor dem Brand durch eine dreischiffige gewölbte Halle gotischer Zeit verbunden. Johann Georg Schott wandelte 1737/38 die Brandruine in einen gelungenen barocken Zentralbau um. Am Markt die gleichzeitige Kirchspielschreiberei mit Walmdach und zweigeschossigem Quergiebel. Unweit in der Österstraße die Kirchspielsvogtei, Anfang 19. Jahrh., in der der Dramatiker Friedrich Hebbel in jungen Jahren Gehilfe und Schreiber war (Hebbelmuseum, HEBMUS).
Ende der Tour nahe dem Wesselburener Bahnhof bei WSBANH.   Zurück



Kartengrundlage: © Städte-Verlag, E. v. Wagner & J. Mitterhuber GmbH, 70736 Fellbach www.staedteverlag.de

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