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Die Marsch – mühsam dem Meer abgerungen?
Auch ohne direktes menschliches Zutun hätte sich vor der Dithmarscher Geest ein breiter Marschgürtel entwickelt. Begünstigt wurden die Marschanlandungen an der Nordsee jedoch schon durch die allüberall mit dem Ackerbau verbundene Erosion, die die Schlammfracht der Nordseezuflüsse wie Elbe und Weser seit der Zeit der ersten Bauern erheblich erhöhte. Allerdings wäre eine uneingedeichte, von Prielen durchzogene und rückwärtig versumpfte Marsch nur zu kleinen Teilen und mit erheblichen Einschränkungen bewohnbar und nutzbar gewesen.
Erst die Anlage durchgängiger Seedeiche und umfangreicher Entwässerungssysteme im Hinterland schützte das nunmehr eingedeichte Land vor erneutem Abtrag. Dies ermöglichte nicht nur zunächst eine verbesserte landwirtschaftliche Nutzung des Marschlandes nahe den Deichen, sondern nach und nach auch eine Entwässerung und Kultivierung der versumpften küstenfernen Marsch. Die ständige Pflege, Anpassung und Verbesserung der Entwässerungssysteme war und ist äußerst aufwändig.
Seit dem Ende des Mittelalters wurden neue Anlandungen seeseits der Deiche regelmäßig als „Köge” eingedeicht. Eine systematische Förderung der Landgewinnung durch den Bau von Schlickfangzäunen (Lahnungen) im Watt wurde erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts perfektioniert. Trotz vieler Rückschläge überwiegen die gewonnenen Marschländereien in Dithmarschen die Landverluste um etwa das Zehnfache.
Also vereinfacht:
Auch ohne Zutun der Dithmarscher wäre viel Marsch entstanden – aber kaum zu nutzen
Allns mien: Alles mein

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