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Die Wurten der Marsch wurden mühsam in Handarbeit aufgeschaufelt 
Die Wurten oder Warften sind künstlich entstandene Wohnhügel in der Marsch und stammen ganz überwiegend aus dem Zeitraum zwischen Christi Geburt und dem ausgehenden Spätmittelalter. Unterschieden werden im wesentlichen große zusammenhängende Dorfwurten aus der Zeit vor den Eindeichungen und einzelne Hofwurten aus der Zeit der Aufsiedlung der bedeichten Marsch bis etwa 1400.
Ausgrabungen haben gezeigt, dass fast nur die jüngeren Einzelhofwurten mit Soden aus Marschenklei aufgeschüttet wurden. Weitaus die meisten älteren Dorfwurten sind in ihrem Kern durch „Hochwohnen” höher geworden: der damals noch nicht zur Düngung gebrauchte Stallmist, die Reste eingestürzter oder abgebrannter Häuser sowie sonstige Abfälle oder Fäkalien blieben im Bereich der Häuser liegen. So wuchsen die Wohnstellen als Wurten allmählich in die Höhe, was als Schutz vor Überflutungen sicher willkommen war. Auch kamen hier und dort gezielte Aufschüttungsmaßnahmen dazu.
Zur Freude der Archäologen sind im Kern dieser Wurten organische Reste (Hauspfosten und Holzwerk, Mist mit Pflanzenresten, Gewebereste, Tierknochen usw.) oft noch gut erhalten. – Also:
Spätere Wurten wurden weitgehend aufgeschüttet, die älteren großenteils „hochgewohnt”
Eine Ausgrabungswand in der Dorfwurt Wellinghusen zeigt die braunen Mistschichten, die mit Aufschüttungslagen (grauer Klei) wechseln. Foto Meier
Die fünfte Arbeit des sagenhaften antiken Helden Herkules bestand darin, den Stall des Königs Augias (3000 Rinder!) an einem Tag zu reinigen. Herkules leitete zwei Flüsse durch den Stall...

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