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Die ersten Deiche schützten vor Sturmfluten
Für einen ausreichenden Schutz vor Sturmfluten des Winterhalbjahres waren die ersten Deiche, die ab ca. 1100 entstanden, viel zu niedrig – auch wenn damals die Sturmfluthöhen deutlich unter den heutigen Werten blieben. Für einen Schutz vor den üblichen, weniger extremen Sturmfluten des Sommers dürften die ältesten Deiche aber im allgemeinen ausgereicht haben. So ließ sich im Zusammenspiel mit einem Grabensystem und Sielen (Durchlässe im Deich mit automatischen Schließklappen) das eingedeichte Marschland gut entwässern. Neben verbesserter Weidenutzung war auf diese Weise der Anbau von Sommergetreide möglich und auf Dauer erheblich ertragreicher als auf der Geest. Zum Bewohnen des Marschlandes musste man nach wie vor Wohnhügel (Wurten) aufschütten.
Erst ab dem ausgehenden Mittelalter verzichtete man auf Wurten, da man den inzwischen viel höheren Deichen auch einen Sturmflutschutz im Winter zutraute. – Also vereinfacht:
Die ersten Deiche waren Grundlage des Ackerbaus in der Marsch und schützten nur vor sommerlichen Überflutungen
Bei Ebbe ist das Wasser tief, bei Flut hoch
Ein nicht nur bei Binnenländern, sondern auch bei Küstenbewohnern mehr und mehr verbreiteter Irrtum! Hoch steht das Wasser bei Hochwasser, und tief steht es bei Niedrigwasser. Wenn es nach Niedrigwasser aufläuft, also steigt, ist Flut – auch, wenn es immer noch ganz tief steht. Mit dem Höchststand endet die Flut. Gleich nach dem Hochwasser beginnt das Absinken, die Ebbe – auch wenn das Wasser immer noch ganz hoch steht.
Die Abfolgen von Hoch- und Niedrigwasser nennt man Tiden oder Gezeiten. Sie werden in erster Linie durch die Anziehungskraft des Mondes verursacht und wiederholen sich alle 12 ½ Stunden. Je nach Stand der Sonne zum Mond verstärkt sich der Effekt (Springtiden bei Voll- und Neumond) oder schwächt sich ab (Nipptiden bei Halbmond). – Also:
Bei Ebbe sinkt das Wasser, bei Flut steigt es

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