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Als Eichhorn von Baum zu Baum – von der Ostsee zur Nordsee
Viele Chronisten meinten, es habe einst überall Wald gegeben, der nach und nach gerodet wurde. Richtig ist, dass Schleswig-Holstein in der älteren Nacheiszeit, vor den ersten Landschaftseingriffen (Rodungen) der jungsteinzeitlichen Menschen, fast durchweg bewaldet war. In den ersten Jahrhunderten und Jahrtausenden danach nahm der Wald rapide ab, da durch Bodenversauerung und -verarmung, kombiniert mit extensiver Beweidung, mehr und mehr Heideflächen entstanden. Aber es gab auch Phasen der Wiederbewaldung, insbesondere nach der Völkerwanderung zwischen 400 und 700 n. Chr. Ob sie solche Ausmaße annahm, dass der Wald stellenweise durchgängig von der Ostsee bis zur Nordsee reichte, dürfte kaum je nachzuweisen sein. Die verbliebenen Waldflächen verringerten sich ständig vom Frühmittelalter bis in die Zeit um 1800 durch weitere Rodungen, Übernutzung und Beweidung. Erst seit dem 19. Jahrhundert nahm der Wald durch Aufforstungen wieder zu. – Also:
Seit der Jungsteinzeit waren die Wälder stets lückenhaft
Franken in Dithmarschen?
Die frühgeschichtlichen Sachsen waren eine germanische Stammesgruppe, die, grob umrissen, das Dreieck zwischen Dithmarschen, Westfalen und dem Harz bewohnte – mit dem heutigen Sachsen hat das nichts zu tun, eher mit dem heutigen Niedersachsen.
Richtig ist, dass Karl der Große als Abschluss seiner Sachsenfeldzüge 804 auch das nordelbische Sachsen eroberte, nämlich Stormarn mit Hamburg, (Alt-)Holstein und Dithmarschen. Trotz martialischer Umsiedlungsberichte ist eher davon auszugehen, dass der tatsächliche Einfluss der fränkischen Oberherrschaft in der abgelegenen Grenzregion Dithmarschen recht gering war, zudem die Küstenregionen im 9. und 10. Jahrhundert nicht wirkungsvoll vor Wikinger- und Slavenüberfällen geschützt werden konnten. Das Eindringen des Christentums nach Dithmarschen im 9. Jahrhundert (erste Kirche in Meldorf) könnte allerdings letztlich auf die fränkische Eroberung zurückgehen. – Also:
Dithmarschen war nie von Franken besiedelt

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