Vorheriges Poster Nächstes Poster Bitte Rollbalken zum senkrechten Verschieben benutzen! Posterübersicht



Vorheriges Poster Nächstes Poster Dieses Poster vergrößern (Fenster danach schließen!) Posterübersicht

Falsches zur alten Dithmarscher Frauentracht
Eine landestypische Dithmarscher Frauentracht ist von den ersten Darstellungen (Mitte des 16. Jahrh.) bis in die Zeit kurz nach 1600 zu fassen. Auch in diesem Zeitraum war die Mädchen- und Frauentracht Wandlungen unterworfen. Danach gab es hier keine eigenständige Tracht mehr. Neben einigen historischen Abbildungen, die nicht alle Details erschließen lassen, wird die ausführliche Beschreibung des Chronisten Neocorus (um 1600) herangezogen, die allerdings für eine sichere Rekonstruktion der Kleidung auch nicht ausreicht.
Die heutigen nachgeschneiderten „Trachten” sind Erfindungen mit mehr oder weniger oberflächlicher Nachahmung äußerer Merkmale der historischen Kleidung, die allein wegen der damals verwendeten handgewebten Stoffe und Farben heute kaum noch originalgetreu anzufertigen wäre. Unsinn ist die Behauptung, die Anzahl der Gürtelknöpfe symbolisiere den Landbesitz in Hektar!
Nur unverheiratete Frauen konnten ihr Haupthaar zeigen, verheiratete bedeckten es mit einer Haube, z. B. in der Form der langgeschwänzten „Kagel”. Eine heutige Trachtenaktivistin des Heider Marktfriedens hätte mit ihrer sichtbaren Lockenpracht schwer gegen die Normen verstoßen und wäre seinerzeit mit Huren auf eine Stufe gestellt worden. – Also:
Neue „Trachten” sind historisch nicht korrekt

Museums-Startseite mit Navigationsrahmen (unten)  Aöza  Zurück © Volker Arnold, zuletzt geändert am: