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Ein Hafen in Windbergen?
Prinzipiell konnte man vor den Eindeichungen ohne Hindernisse mit Booten und kleineren Schiffen über Eider, Miele oder Stör/Holstenau ins Land hineinfahren oder von jedem größeren Priel aus irgendwie die Geest erreichen. Für Geesthäfen im Sinne dauerhafter Umschlag- und Liegeplätze gibt es für die Zeit vor den Eindeichungen nur sehr vage Hinweise. Allerdings hatte, abgesehen von den auf Bootsverkehr angewiesenen seewärts gelegenen Wurtsiedlungen und der Insel Büsum, zumindest Meldorf (bis zur Mielevordeichung 1620) einen Hafen. Nach der im Westen durchgehenden Eindeichung um 1100 gab es nur noch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, mit Booten ohne Umladen den Geestrand zu erreichen: über die Eider und ihren Nebenfluss Broklandsau, möglicherweise noch eine Zeitlang über die Miele und Süderau bei Meldorf, auf jeden Fall über die Stör und Wilsterau in die Burger Au.
Ein mittelalterlicher Umschlagplatz „Ulerdamm” ist nach den spärlichen Nachrichten am Unterlauf der Broklandsau anzunehmen, wo die Au bei Dammbrück durch einen heute noch erkennbaren Damm (mit Siel?) reguliert gewesen sein dürfte.
Wie weit die für das 18. bis 20. Jahrhundert belegte Schifffahrt bei Burg oder bei Delve zurückreicht, bleibt bisher unklar. Weder Windbergen noch Heide waren nach den Ein- und Vordeichungen von See her erreichbar. Die Heider Hafenstraße heißt so, weil sie zum Wöhrdener Seehafen führte, einen der vielen kleinen Häfen der Marschküste.
Also vereinfacht:
Nach den Eindeichungen war die Geest auf dem Wasserweg zuletzt nur noch über Eider und Stör-Wilsterau-Burger Au zu erreichen
Auf dem Ausschnitt der Karte des Peter Böckel von 1559 (Eroberung Dithmarschens, Westen oben, zur Verdeutlichung eingefärbt) sind westlich von Meldorf durch die Schiffe die Anlegestellen in der Mielemündung unweit des Geestrandes angedeutet. Zumindest kleinere Wasserfahrzeuge konnten damals noch direkt die Meldorfer Geest erreichen.

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