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Als das Meer noch an die Geest brandete, war es höher als heute
Hierzulande zählt zum Allgemeinwissen, dass die Marsch, die der Geest – dem eiszeitlichen Hügelland – seeseitig vorgelagert ist, vom
Meer angeschwemmt wurde.
Diese Marsch hat sich über älterer Geest abgelagert, deren Oberfläche – zum Teil durch das Meer vorher weiter abgetragen – mehr oder weniger tief unter dem
heutigen Meeresspiegel liegt. Vor ca. 4000 Jahren war die Nordsee auf Werte zwischen 1 bis 2 m unter heutigem Niveau gestiegen und erreichte an vielen
Stellen ungefähr den heutigen Geestrand (denn Schwemmland gab es noch kaum). Diese alten Strände liegen noch heute, unter späteren Ablagerungen begraben, ein
wenig vor der heutigen Geestkante.
Für die Nacheiszeit gilt also vereinfacht:
Das Meer war nie so hoch wie heute
Nordseewellen schufen einst den Klev
Klev oder Kleve (hochdeutsch Kliff) heißen die steilen Abbrüche der Geest bei Kleve-Hennstedt in Norderdithmarschen und vor allem von Windbergen-West über
Kuden bis Burg in Süderdithmarschen. Angelegt sind diese Steilkanten im Eiszeitalter als seitliche Abtragungskanten des Eider-Schmelz-wassertals (bei Kleve)
bzw. des eiszeitlichen Elbtals (Burg-Kuden-Gudendorf). Während der letzten Eiszeit milderte sich der Steilabfall durch Rutschungen und Bodenfließen. Das in
der Nacheiszeit ansteigende Meer erreichte vor ca. 7000 Jahren wieder diese Geländestufe und trug sie (nur in ihren westlichen Teilen) weiter ab, so dass sie
dort wieder steiler wurde. Im Anschluss an diese Teile des Klevs entstanden strömungsparallele Strandwälle mit Dünenauflage (Donns). – Also vereinfacht:
Eiszeitliche Schmelzwässer formten den Klev