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Das Weiße Moor trieb aus England an
Während allgemein bekannt und richtig ist, dass Marschland vom Meer angeschwemmt wurde, ist manch einem die Moorbildung auf der Marsch schwer verständlich, da Hochmoore nicht auf salzigem Untergrund wachsen. Trotzdem sind die Moore auf Marschland an Ort und Stelle gewachsen und nicht angeschwemmt, wofür z. B. das Vorkommen des „Englischen Sonnentaus“ (wohl eine Verwechselung mit dem heimischen Rundblättrigen Sonnentau, einer Moorpflanze) herhalten musste.
Moore auf Marsch entstanden durch Vernässung, wenn zum Beispiel durch meerseits erneut angelandetes, geringfügig höheres Vorland die natürliche Entwässerung behindert wurde. Gelegentliche Salzwassereinbrüche durch Hochfluten kann das zunächst entstehende Niedermoor (meistens ein Schilfsumpf) verkraften. Bleiben diese Salzwassereinbrüche längere Zeit aus, können sich Torfmoose bilden, die sich zu ihrem Wachstum mit Regenwasser begnügen und im Laufe der Zeit erheblich über das „Grundwasser“ hinauswachsen.
Diese Hochmoore wachsen ständig höher, breiten sich aber auch seitlich aus. Erst durch intensiven Torfabbau und/oder Entwässerung sind diese Moore bis auf einen kleinen Rest des Weißen Moores verschwunden. – Also vereinfacht:
Das weiße Moor wächst seit ca. 1500 Jahren über einst versumpftem Marschland
Vier z. T. entzerrte Kartenausschnitte: Johannes Meier 1648, Golowin 1796 (Varendorfsche Karte), preußische Landesaufnahme 1878 sowie heute. Rosa: abgetorftes Restmoor

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